Erwachsene sind doch langweilig.
Sie sehen in einer Pfütze nur den Beweis, dass es schon wieder geregnet hat und nicht die einmalige Gelegenheit lachend reinzuspringen.
Sie sehen nur die Lichtbrechnung durch unzählige Regentropfenprismen und keinen Regenbogen.
Manchmal sehen sie auch die pinken Abgasstreifen der Flugzeuge im Sonnenuntergangslicht und keine Einhörner.
Oder nur den grauen Wolkenschleier und keine Sonne dahinter.
Das Gesicht ist auch nur für ernste Mimik und ein dämliches Höflichkeitslächeln. Blödsinnige Grimassen sind was für den Clown im Zirkus.
Und Musik ist mittlerweile auch nur noch ein Hintergrundsgedudel, um die unheimliche Stille zu füllen, die sich in den lauten Städten breitgemacht hat, eine Abfolge von vorraussehbaren Akkorden und Intervallen und bloss nicht länger als drei Minuten, weil sie dann den Faden verlieren und nicht mehr zuhören können, anstatt sich darin zu verlieren und das eigene buntes Kopfkino zu kreieren, das völlig der (bekannten) Intention den Komponisten widerspricht.
Die Gänseblümchen auf dem Rasen sind Mitte Februar kein Wunder, bloss die lästige Klimaerwärmung, die sie dazu bringt die Unkrautvernichtungsmaßnahmen auf elf Monate im Jahr auszudehnen, um den spießig gepflegten 5-cm-Grünteppich zu wahren.
So langweilig!
Und manchmal ist die Lösung nur ein Perspektivenwechsel entfernt.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen